e-Procurement beschreibt die Gesamtheit der Beschaffungspolitik und -strategie, die unter Einsatz elektronischer Beschaffungsinstrumente die Elementarfaktoren (Sachmittel, Betriebsmittel und objektbezogene menschliche Arbeit) zur Leistungserstellung von Produkten und Dienstleistungen bereitstellt. Neue Anforderungen und Rahmenbedingungen bewirken derzeit einen Wandel des Beschaffungsmanagement im Krankenhauswesen. Neben sich wandelnden Angebots- und Kostenstrukturen sowie der zunehmenden Vernetzung am Markt beteiligter Partner führen der Technologische Wandel und die Entwicklungen der interaktiven Kommunikation zu veränderten Gegebenheiten und neuen Optionen der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen. Der Aufbau und die Intensivierung der elektronischen Handelsbeziehungen nimmt einen hohen Stellenwert bei der Analyse und Optimierung des Krankenhaus-Beschaffungsmarktes ein. Neben den Defiziten in der EDV-Ausstattung und der Schulung der Mitarbeiter ist auf Seiten der Krankenhäuser noch ein hohes Maß an Skepsis gegenüber den Chancen des e-Commerce bzw. e-Procurement vorhanden. Demgegenüber stehen die Aufgeschlossenheit und Innovationsbereitschaft der Zulieferer und Dienstleister, welche unterschiedliche Möglichkeiten der Online-Beschaffung bereitstellen bzw. entwickeln (Kataloge von Herstellern und LDL (Logistikdienstleistern), Shop-Lösungen/Marktplatz, etc.). Anwendungsbeispiele für Krankenhäuser sind neben der elektronischen Beschaffung auch die Unterstützung bei Kommunikation und Information durch das Internet. Die Chancen in Verbindung mit der elektronische Beschaffung liegen für die Krankenhäuser in einer höheren Preistransparenz, der Bündelung der Einkaufsmacht, geringeren Lagerhaltungskosten (geringere Kapitalbindung) und schnelleren Beschaffungszeiten.